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Gekauft wie nicht gesehen: Zwangsversteigerung

Wann immer wir bisher über den Erwerb von Immobilen sprachen, ging es dabei um den klassischen Kauf von einem scheidenden Eigentümer. Was aber, wenn eine Immobilie gegen den Willen des Eigentümers verkauft wird…?



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Eine Immobilie kann aus verschiedenen Gründen zwangsversteigert werden. Einer kann sein, dass eine Bank gegen einen nicht mehr zahlenden Schuldner vorgeht. Aber auch bei Erbengemeinschaften kann es passieren, dass ein Objekt unter dem Hammer landet, offiziell nennt man das „Die Versteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft“.

Das kann eine Menge Vorteile für den Käufer bergen. Zum einen gibt es eine Maklerprovision, so dass man (in Berlin) die oft fälligen 7,14 Prozent einspart. Zum anderen werden derlei Immobilien in der Regel nicht aufwändig beworben und nur einem kleineren Kreis bekannt. Damit hat man schon einen Großteil von möglichen Konkurrenten gar nicht erst neben sich.

Da liegt der Gedanke nahe, ein Schnäppchen machen zu können. Doch das wäre zu einfach: Bei einer Zwangsversteigerung sind Besichtigungen nicht üblich und die Katze im sprichwörtlichen Sack. Es gibt zum Beispiel keinerlei Garantien. Fast möchte man sagen, es gilt: „Gekauft wie nicht gesehen“.

Darum ist es oft sehr schwer, etwas über den Zustand der Immobilie herauszufinden. Nun mag es zwar sein, dass allein das Grundstück in einer gefragten Lage einen erheblichen Wert hat – ganz unabhängig davon, was darauf gebaut ist, doch auch das schafft selten die nötige Gewissheit darüber, welcher Preis angemessen ist.

Darum braucht es für die erfolgreiche Teilnahme an einer Zwangsversteigerung nicht nur Mut und Glück, sondern auch Erfahrung. Darum rät Mirko auch, sich einige dieser Versteigerungen anzusehen, bevor man selbst mitbietet. So bekommt man am besten ein Gefühl, wie diese Auktionen ablaufen und auch, wie sich andere Teilnehmer verhalten. Denn Psychologie ist auch ein wichtiger Faktor. Der Wunsch nach einem Schnäppchen und die bei uns in Berlin immer weiter fortschreitende Verknappung werden immer einige Menschen dazu verleiten, unbedingt als Sieger hervorgehen zu wollen – das kann schiefgehen.

Gut gegangen ist es allerdings bei Mirko Otto, der seine Karriere als Immobilien-Investor tatsächlich mit einem Mietshaus aus der Zwangsversteigerung begonnen hat. Das erzählt er ausführlich in dieser Episode.

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Letzte Änderung am Donnerstag, 26 April 2018 08:49
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Mirko Otto

Mirko Otto ist Diplom-Wirtschaftsingenieur und von der IHK öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger. Als Gründer und Inhaber der Sachverständigensozietät "Otto und Kollegen" ist er seit 1997 in der Bewertung von Immobilien jeder Art bestens vertraut.

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